Wie bei jedem elektronischen System, steht und fällt die Sicherheit mit der jeweiligen Entwicklung und Programmierung. 

26 Juni 2018

Wie sicher sind Smart Locks?

Wie bei jedem elektronischen System, steht und fällt die Sicherheit mit der jeweiligen Entwicklung und Programmierung. Ist das Schließsystem nicht ausgereift, kann es zu Komplikationen kommen. So kann es beispielsweise passieren, dass die Zugangsberechtigung nach einmaliger Benutzung nicht automatisch ausläuft und die Person zu einem späteren Zeitpunkt erneut in die Wohnung oder das Gebäude eintreten kann.

Im Vergleich zu herkömmlichen Türschlössern ist das Sicherheitsrisiko aber dennoch deutlich geringer.

Smart lock appWie funktionieren Smart Locks?

Die elektronischen Türschlösser haben im Grunde eine Aufgabe: befugten Gästen ohne Schlüssel den Zutritt in die eigenen vier Wände zu gewähren. Darunter fallen beispielsweise die engsten Freunde, Verwandte, der Paketbote oder auch Airbnb-Gäste.

Der Haustürschlüssel muss also nicht verliehen werden und geht demnach auch nicht mehr verloren. Andernfalls kann das gerade bei Mehrfamilienhäusern sehr teuer werden, wenn ganze Schließanlagen aufgrund eines Verlustes erneuert werden müssen. Zudem muss man nicht mehr physisch vor Ort sein, wenn sich beispielsweise Handwerker während der eigenen Arbeitszeit ankündigen.

Grundsätzlich gibt es sowohl kleinere Nachrüstlösungen für private Haushalte als auch komplexe Schließsysteme für Bürogebäude. Die Art der Öffnung hängt dabei vom jeweiligen System ab. Zu den gängigsten Varianten im privaten Sektor gehören Smart Locks, die sich via Smartphone öffnen lassen. Nachdem der Besucher geklingelt hat, erhält man eine Push-Nachricht auf das Smartphone. Nun kann man via App die Tür direkt aus der Ferne öffnen. Eine andere Möglichkeit stellen Beacon-Sensoren dar. Das Türschloss erkennt vorab registrierte Smartphones in der unmittelbaren Nähe und öffnet sich dann automatisch. Darüber hinaus gibt es noch Schlösser, die sich entweder mittels registriertem Fingerprint-Scan oder temporären Pincode öffnen lassen.

Eines haben die meisten Smart Locks allerdings gemeinsam: sie lassen sich auch weiterhin mit dem richtigen Haustürschlüssel öffnen.

Gängige ProblemquellenSmart lock funktion

Zu den gängigsten Sicherheitslücken bei Smart Locks zählt vor allem eine gestörte Funkverbindung sowie eine nicht verschlüsselte Datenübertragung, die Hackern die Möglichkeit gibt, in das System einzudringen und im schlimmsten Falle sogar das eigene Passwort zu überschreiben. Auch eine Infiltrierung des Smart Locks mit Schadsoftware ist möglich. Diese kann sich dann, je nach Art des Netzwerks, auch auf andere Geräte im Haus ausbreiten und diese zu Spambots machen.

Selbst bei einwandfrei funktionierender und verschlüsselter Technik durch einen guten  Hersteller ist ein gewisses Maß an Vertrauen von Seiten des Kunden erforderlich. Denn neben der Technik, muss man vor allem auch auf die Menschen vertrauen, die man per Smart Lock ins Haus lässt. Hierfür übernehmen Geräte und Hersteller nämlich keine Garantie und besonders bei unbekannten Personen wie dem Paketboten ist man weiterhin einem gewissen Grundrisiko ausgesetzt.