Wie Sie sich bestmöglich vor Daten-Angriffen schützen können, haben wir kurz für Sie zusammengefasst.

26 Juni 2018

Smart Home: Herausforderungen für die Datensicherheit

Die Vorstellung, dass alle Geräte im Haushalt miteinander verbunden sind und untereinander agieren, galt lange Zeit als ferne Zukunftsvision. Mittlerweile ziehen immer mehr smarte Elektrogeräte in unsere Haushalte und sorgen für einen deutlich komfortableren Alltag. Doch was, wenn sich Unbefugte an den Daten zu schaffen machen? Wie Sie sich bestmöglich vor Angriffen schützen können, haben wir kurz für Sie zusammengefasst.

Ob Heizungsthermostat, smarte Glühbirnen oder Rollladensteuerung: all diese Geräte sammeln Daten. Auch wenn diese Daten auf den ersten Blick irrelevant erscheinen, handelt es sich im Grunde um sensible Daten, die viel über unser persönliches Verhalten preisgeben. Mit ihnen können beispielsweise Rückschlüsse auf die eigene Anwesenheit gezogen und detaillierte Bewegungsprofile erstellt werden. Gelangen nun Unbefugte an diese Daten, können sie unter anderem den perfekten Zeitpunkt für einen Einbruch planen.

Doch keine Sorge: Sie müssen jetzt nicht jeglichen Smart Home Systemen den Rücken kehren. Mit einigen Tipps und Tricks können Sie für mehr Sicherheit sorgen und minimieren die Risiken Opfer eines Angriffs zu werden.

So schützen Sie Ihr Smart Home

Damit Sie sich und Ihr Haus optimal schützen können, haben wir 8 wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt. Denn wie heißt es so schön: Vorbereitung ist die halbe Miete!

Nutzen Sie sichere Passwörter

Password-data-security

So abgedroschen es klingen mag, doch laut Statistik ist 123456 das meistgenutzte Passwort in Deutschland. Wir empfehlen Ihnen daher Passwörter, die mindestens 12 Zeichen lang sind und aus einer Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen und Klein- und Großbuchstaben bestehen. Wer Schwierigkeiten damit hat, sich solche Passwörter zu merken, kann auch sogenannte Passwort-Manager nutzen. Hier müssen Sie sich lediglich das Master-Passwort merken und den Rest erledigt das Tool.

Voreinstellungen ändern

Die meisten Geräte kommen mit vorab definierten Einstellungen und Passwörtern aus dem Werk. Diese sollten Sie schnellstmöglich ändern. Bei WLAN-Routern empfehlen wir Ihnen außerdem WPA2 als sicheren Verschlüsselungstyp auszuwählen.

Firewall und VPN einrichten

Gerade wenn Sie Ihr gesamtes Haus automatisieren möchten, sollten Sie nicht auf eine stabile Firewall verzichten. Lassen Sie sich dahingehend gerne im Fachhandel beraten, denn mittlerweile gibt es einige Anbieter, die sich auf Smart Home Technologien spezialisiert haben. Darüber hinaus sollten Sie ein VPN (Virtual Private Network) einrichten. Bildlich gesprochen wird mithilfe eines solchen Netzwerkes die Verbindung durch einem Tunnel geschützt, sodass die Daten von außen nicht einseh- und angreifbar sind.   

Downloads-updatesRegelmäßige Updates

Ihre gesamte Technik sollte stets auf dem neuesten Stand sein. Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass mögliche Sicherheitslücken gesperrt und die Technologie ständig verbessert werden. Sie sollten aber nicht nur Ihr Smartphone, Ihren PC und die dazugehörigen Apps aktualisieren. Halten Sie bitte auch die Firmware Ihrer genutzten Smart Home Systeme aktuell.

Temporäre Zugriffsrechte

Für den Fall, dass Sie smarte Sicherheitssysteme, wie beispielsweise Smart Locks, nutzen, empfehlen wir Ihnen temporäre Zugriffsrechte. Auch wenn Sie Ihren Freunden und Verwandten vertrauen, sollten Sie die Zugriffsrechte kontinuierlich aktualisieren. Die Gefahr, dass ein Smartphone mit solchen Rechten abhandenkommt, ist zu groß. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

2-Faktor-Authentifizierung

Eine 2-Faktor-Authentifizierung dient dem Identitätsnachweis eines Nutzers. Wie der Name bereits suggeriert, geschieht die Freigabe mittels der Kombination zweier unterschiedlicher und voneinander unabhängiger Komponenten (beispielsweise Login-Daten und einmaliger Transaktionscode). Sofern Ihre Geräte und/oder Apps dazu in der Lage sind, sollten Sie die 2-Faktor-Authentifizierung definitiv nutzen.

Smart Home Systeme ohne aktives Internet

Mittlerweile gibt es einige Smart Home Anbieter, die Systeme entwickelt haben, die auch ohne aktive Internetverbindung betrieben werden können. Homematic zählt zu einem der bekanntesten Unternehmen, dessen Produkte dank CCU beziehungsweise CCU2 auch offline funktionieren. Die Gefahr eines Hackerangriffs wird ohne den Einsatz einer Internetverbindung natürlich deutlich minimiert.

Siegel und Zertifikate

Im Handel gibt es inzwischen eine Vielzahl an Smart-Home-Anbietern und die Produktpalette wächst von Monat zu Monat. Hier das richtige und vor allem sichere Produkt auszuwählen, ist gar nicht so einfach. Inzwischen gibt es diverse Kennzeichnungen und Zertifizierungen, die Ihnen die Auswahl erleichtern und böse Überraschungen vorbeugen. Zu den gängigsten Siegeln und Zertifikaten zählen unter anderem das TÜV Trust IT Zertifikat und das AV-Sicherheitstest-Siegel. Bei Produkten mit diesen Kennzeichnungen können  Sie getrost zugreifen!

Natürlich sind wir nicht gezwungen auf Smart-Home-Technologien zurückzugreifen und uns somit einer potenziellen Sicherheitsgefahr auszusetzen. Doch wie bereits in der Vergangenheit oftmals bewiesen: Komfort schlägt alles. Wir sollen uns dennoch im Klaren sein, welche Gefahren vorherrschen und wie diese bestmöglich minimiert werden können.

Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, dann schicken Sie uns gerne eine Nachricht über unser Kontaktformular. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich unserer Produkte und unterstützen Sie bei der sicheren Einrichtung Ihrer neuen Geräte.