Was sich hinter dem Begriff Geofencing verbirgt, inwiefern es mit der Smart-Home-Technologie zu tun hat und wie das Ganze funktioniert...

26 Juni 2018

Was ist Geofencing?

Als Geofence wird eine virtuelle Begrenzung einer Fläche, basierend auf definierten GPS-Daten, bezeichnet. Wird diese Begrenzung überschritten, löst dies eine bestimmte Aktion aus.

Geofencing wird vor allem im Bereich des Mobile Marketings genutzt. Ein bekanntes Beispiel stellen Mobile Couponing Apps dar, die, sobald der definierte Bereich (beispielsweise ein Ladenlokal) betreten wird, standortbasierte Angebote oder Gutscheine an das Smartphone senden. So wird unter anderem die lokale Wirtschaft gestärkt, um dem reinen Online-Handel entgegenzuwirken.

Je nach Smartphone ist auch möglich, ortsabhängige Erinnerungen anzulegen. So kann man sich beispielsweise beim Austritt des Bürogebäudes eine Push-Nachricht schicken lassen, die die aktuelle Einkaufsliste zeigt.

Geofencing

Geofencing und das Internet der Dinge

Geofencing wird nicht nur für standortbasiertes Marketing genutzt, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil, wenn es um das Internet der Dinge geht. Aufgrund der raschen technischen Entwicklungen sind immer mehr Geräte in der Lage, sich mit dem Internet und auch untereinander zu verbinden und zu kommunizieren.

Damit die jeweiligen Elektrogeräte auch „wissen“ wie und wann sie welche Funktion ausüben sollen, wird unter anderem auf Geofencing zurückgegriffen. So lassen sich beispielsweise smarte Glühbirnen so programmieren, dass sie sich automatisch anschalten, sobald der definierte Geofence (z.B. die Wohnung) überschritten wird. Das eigene Smartphone sendet dabei ein Signal an einen Empfänger, auch Bridge genannt, welcher wiederum ein Signal mit der gewünschten Aktion an die Glühbirne sendet.

Geofencing wird aber nicht nur angewendet, um unseren Alltag komfortabler zu gestalten, sondern auch als fortschrittliche Sicherheitsmaßnahme. Ein gutes Beispiel findet man in Supermärkten. Moderne Einkaufswagen sind heutzutage mit Sensoren ausgestattet, die dafür sorgen, dass der Wagen ausschließlich innerhalb der definierten Begrenzung funktioniert. Wird der Einkaufswagen allerdings aus diesem Bereich gefahren, blockieren die Räder als Diebstahlschutz.

Welche Technik nutzt Geofencing?

Die Technik, die hinter Geofencing steht, basiert auf Funkprotokollen mit kurzer bis mittlerer Reichweite. Zu den gängigsten Spezifikationen zählen Bluetooth, ZigBee und Z-Wave. Im Bereich der Hausautomation stellt ZigBee den gängigen Funkstandard dar. Die Reichweite beträgt bis zu 100 Meter und im Gegensatz zu Bluetooth ist dieses Protokoll sehr energiesparend. Daher wird das Funkprotokoll auch in für batteriebetriebene Geräte eingesetzt. Ein ständiger Batterie- beziehungsweise Akku-Wechsel ist nicht mehr nötig.

Trotz der ausgereiften Technik gibt es kleinere Einschränkungen: so müssen Nutzer die Ortungsdienste und gegebenenfalls bestimmte Apps aktiviert haben, damit alles reibungslos funktioniert.

Falls Sie mehr über unsere Produkte und Geofencing erfahren möchten, schicken Sie uns gerne eine Nachricht über unser Kontaktformular. Unsere kompetenten Mitarbeiter stehen Ihnen jederzeit mit hilfreichen Tipps zur Verfügung!